„Wir sind verliebt in Helmut“

Imagekampagne von Designstudierenden der FH Münster für den Bundesverband der Mütterzentren


Münster (19. Februar 2021). Rund 400 Mütterzentren gibt es in Deutschland. Anders als es der Name womöglich suggeriert, sind hier alle herzlich willkommen: Familien, Männer, Großmütter, Nachbarschaft – einfach alle, die sich für eines der vielen Angebote interessieren. Diese Botschaft noch besser zu transportieren, das war die Aufgabe in einem Projekt am Fachbereich Design der FH Münster, der Münster School of Design (MSD). Das Ergebnis: neun Kampagnen, die die 26 Studierenden im Seminar „Aspekte der Kommunikationsgestaltung“ bei Dozent Paul Bičište und dem Lehrbeauftragten Jakob Maser, mit Unterstützung von Anna Louisa Duckwitz aus der Schreibwerkstatt, entworfen haben.

Die Qual der Wahl für die beste Plakatserie fiel den Auftraggeberinnen vom Bundesverband Mütterzentren e.V. nicht leicht. „Wir alle sind verliebt in Helmut“, sagte Beatrice Schilling, Pressesprecherin des Bundesverbandes bei der Online-Preisverleihung. Papa Helmut steht im Mittelpunkt der Kampagne mit Plakaten, Sticker und Webauftritt des Teams „BreakfastClub“ mit den Bachelorstudierenden Merle Trautwein, Julia Evels und Hilko Fischer. Die Slogans „Ein Plätzchen für alle“, „Wir sehen deine Stärke“ und „Halb Held. Halb Mutter. Ich bin Helmut“ spiegeln die Philosophie der Mütterzentren genau wider, so Schilling. Auch dass das Team die Printversion so gut auf Website und mobile Version angepasst habe, sei ein Kriterium der Jury mit den Bundesverbandsvertreterinnen Christiane Liebendörfer, Kerstin Tempel, Ute Latzel und Yvonne Plöger gewesen, das BreakfastClub-Team auf Platz 1 zu setzen. „Uns war es wichtig, für noch mehr Menschen sichtbar zu machen, wie modern, divers und offen die Mütterzentren sind“, sagte Trautwein vom Siegertrio.

Das allerdings teilt sich das oberste Treppchen mit zwei weiteren Teams, denen es genauso gut gelungen sei, Image und Anliegen der Mütterzentren zu vermitteln. Das Team „DonPortfolio“ mit Sophia Albring, Lennart Göbel und Daniel Vogt überzeugte mit den Slogans „Mütterlichkeit hat kein Geschlecht“, „Wir bewegen Welten“ und „Mütterlichkeit heißt Willkommen“. Sie zeigen, dass sich die Mütterzentren, auch auf politischer Ebene, dafür einsetzen, Sorgearbeit besser zu verteilten und aufzuwerten. Humorvoll und persönlich präsentierten sich die Entwürfe des Duos mit Paula Götz und Leon Krämer. Sie sprechen aus, was der Bundesverband als seinen gesellschaftlichen Auftrag wahrnimmt: „Wir machen stark“, „Wir entstauben Klischees“ und „Wir erfinden uns neu“ – mit dem Gendersternchen hinter dem Wir, das wirklich alle einbezieht.

„Letztendlich sehen wir in jeder der neun Kampagnen etwas Besonderes“, lautet das Fazit von Plöger, die auch Vorstandsmitglied vom MuM- ist, dem Mehrgenerationenhaus und Mütterzentrum in Münster. Deshalb möchte sie hier am liebsten eine Ausstellung mit allen Plakaten initiieren. Zunächst aber steht noch die Entscheidung an, welches der drei Siegerteams seine Entwürfe für die Praxis umsetzen darf.

 

Zum Thema:
Die Ausbildung am Fachbereich Design der FH Münster, der Münster School of Design (MSD), schließt das gesamte Designspektrum durch die vier angebotenen Schwerpunkte Kommunikationsdesign, Illustration, Mediendesign und Produktdesign ein. Sie bietet den Studierenden ein ungewöhnlich offenes Feld für experimentelle Gestaltungen und zielbezogene Denkansätze, die optimal für den beruflichen Alltag vorbereiten. Neben dem Bachelorstudiengang Design bietet der Fachbereich den Masterstudiengang Design an. Der Bundesverband der Mütterzentren e. V. vertritt die Interessen der rund 400 Mütterzentren in Deutschland. Im Mittelpunkt der Arbeit stehen die Veränderung der gesetzlichen Rahmenbedingungen, um die Situation von Familien und insbesondere von Müttern zu verbessern. Ein Mittel dazu besteht darin, die Mitglieder zu vernetzen: durch Veröffentlichungen, politische Kampagnen, Schulungen, Fachtage und bundesweite Treffen.




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