Damit ist die dynamische und virtuelle Bereitstellung von IT-Infrastruktur wie z. B. Speicherplatz, Rechenleistung oder auch Software durch ein Zusammenspiel von mehreren Rechnern gemeint. Somit ist das Cloud Computing keine Technologie im engeren Sinne, sondern ein Konzept einer IT-Architektur. Die Bereitstellung der Ressourcen erfolgt über das Internet oder das Intranet eines Unternehmens. So können ein bedarfsgerechter Abruf und eine nutzungsabhängige Abrechnung erfolgen. Für die Nutzer der Cloud bedeutet dies eine finanzielle Entlastung, denn eigene, kostenintensive Rechensysteme müssen nicht mehr betrieben werden. Kurz gesagt umfasst das Cloud Computing also ein Outsourcing von Hard- und Software über eine Netzwerkverbindung zu einem externen Anbieter. Installationen auf eigenen lokalen Rechnern werden nicht mehr gebraucht.
Welche Potenziale bietet das Cloud Computing und welche Risiken bestehen?

Cloud Computing bietet den Anwendern vor allem Kostenvorteile gegenüber traditionellen Systemen, denn die Abrechnung erfolgt vorwiegend nach Dauer und Umfang der Nutzung der Dienste. Lokale eigene Ressourcen müssen nicht länger vorgehalten und verwaltet werden. Besonders bei starken Nachfrageschwankung bedeutet dies enorme Vorteile, da kurzfristig die Kapazitäten über die Cloud erhöht werden können.
Eine Herausforderung bei der Nutzung von Cloud-Diensten ist die Absicherung der Zugriffe auf gespeicherte Anwendungsdaten zwischen dem entfernten Server und dem jeweiligen lokalem Client im Hinblick auf Datenschutz und -sicherheit. Auch die Verschlüsselung der Daten stellt ein bisher nicht gelöstes Risiko da. Genauso wie die Absicherung gegenüber ungenehmigten Zugriffen seitens des Anbieters. Zusätzlich besteht das Risiko einer gewissen Abhängigkeit gegenüber dem Cloud-Anbieter, da die genutzten Schnittstellen zumeist herstellerspezifisch sind.
Welche Arten des Cloud Computings gibt es?
Grundsätzlich erfolgt eine Unterscheidung in vier Cloud Typen:
- Öffentliche Cloud: Diese befinden sich vollständig im Besitz eines externen Anbieters, welcher die Bereitstellung der Infrastruktur über das Internet gewährleistet. Über einen Webbrowser kann jeder Nutzer Zugang zu den jeweiligen Ressourcen erhalten.
- Private Cloud: Hierbei ist der Anwendungsbereich auf einen einzelnen Nutzer oder eine Organisation beschränkt. Eine sichere Cloud-basierte Umgebung, die nur von einem authentifizierten Client betrieben werden kann, wird bereitgestellt. Dadurch erhält die Organisation eine größere Kontrolle über ihre Daten und mehr Privatsphäre.
- Community Cloud: Innerhalb dieser Cloud werden Ressourcen für mehrere Organisationen einer Branche mit vergleichbaren Bedürfnissen, d. h. Aufgaben-, Sicherheits-, und IT-Regeln gebündelt.
- Hybride Cloud: Kombination der vorherigen Kategorien, wobei die Clouds über Technologien zur gemeinsamen Nutzung von Anwendungen und Daten miteinander verbunden werden.
Welcher Zusammenhang besteht zwischen Cloud Computing und XaaS?
XaaS (Anything as a Service) bezeichnet einen Technologieansatz, bei dem diverse Services gesammelt und diese einem Nutzer als Cloud-Dienstleistungen wiederrum zur Verfügung gestellt werden. XaaS wird daher auch als Ausgangspunkt des Cloud-Computings bezeichnet. Das "X" ist dabei als Platzhalter anzusehen. XaaS unterteilt sich in die folgenden drei Hauptbestandteile:
- IaaS (Infrastructure-as-a-service): Anbieter stellen virtuelle Ressourcen, die für Rechenzwecke verwendet werden können, zur Verfügung. Dazu gehören Server, Hypervisor, Kühlgeräte usw., welche sich bei dem Cloudanbietern im Rechenzentrum befinden. Da diese Schicht die grundlegende Schicht ist, sind SaaS und PaaS ohne diese Schicht überhaupt nicht möglich. Für die Einrichtung der Cloud sowie für die Verwaltung sind die Nutzer selbst zuständig.
- PaaS (Platform-as-a-service): Anbieter dieses Cloud-Services bieten ein Baukastensystem an. Die Cloud beinhaltet zunächst Zugang zu einer vollständige Basis-Infrastruktur und darüber hinaus zu Laufzeit- und Programmierungsumgebungen. Entwickler eines Unternehmens können so zusätzliche Anwendungen entwickeln oder auch individuelle Software auf der Plattform laufen lassen. Dazu verfügt dieses Plattform meistens über zusätzliche Tools.
- SaaS (Software-as-a-service): Hierbei handelt es sich um die Bereitstellung von konkreten Softwareanwendungen über das Internet. Diese Anwendungen und auch die gesamte Infrastruktur wird dazu vom jeweiligen Cloud Anbieter gehostet und verwaltet. Diese Art des Cloud-Services ist die weitverbreitetste.
Was sind die Charakteristika des Cloud Computings?
Fünf Hauptmerkmale können dem Cloud Computing zugeordnet werden:
- Nutzung nach Bedarf: Die Nutzer können auf die Kapazitäten der Cloud jederzeit über alle Endgeräte zugreifen, sobald der Bedarf besteht und übernehmen selbst die Verwaltung.
- Zugriff durch Standardtechnologien: Eigene Geräte wie Computer, Tablets und Smartphones können für den uneingeschränkten Zugriff genutzt werden, sobald eine Verbindung zum Internet und zu notwendigen Clients besteht.
- Zusammenlegung von Ressourcen: Mehrere Server werden über ihre Kapazität als Cloud zusammengefasst und werden vom Nutzer nach außen als eine Einheit wahrgenommen. Gleichzeitig kann die Cloud von mehreren Nutzern verwendet werden.
- Anpassung der Ressourcen: Die IT-Infrastrukturen und die zur Verfügung stehende Leistung können für den Nutzer individuell angepasst werden.
- Verwaltung: Für die Steuerung und Optimierung der in Anspruch genommenen Ressourcen und Dienstleistung besteht ein konkretes Messverfahren. So kann eine Abrechnung je nach Nutzungsumfang erfolgen.