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Design Thinking für berufsbildende Schulen?! (seit 2017)

Design ThinkerInnen am IBL

Design Thinking ist ein Innovationsansatz, mit dem konkrete Probleme gelöst sowie neue Produkte entwickelt werden (Plattner, Meinel & Weinberg, 2009; Brown, 2008). Häufig wird Design Thinking für Digitalisierungsvorhaben eingesetzt, fokussiert hierbei aber keinesfalls nur auf technische, sondern u.a. auch auf organisatorische und soziale Aspekte, wodurch der interdisziplinäre Charakter des Design Thinkings sichtbar wird. Grundlegend gehen Design Thinker davon aus, dass unsere Lebens- und Arbeitswelt zunehmend komplexer wird und sich deswegen nicht nur mit einer Expertise durchdringen lässt. Erst wenn unterschiedliche Expertisen gezielt und systematisch zusammengeführt werden, lassen sich unter der Berücksichtigung der Bedürfnisse der Menschen, der Finanzierbarkeit eines Vorhabens sowie den technischen Möglichkeiten erfolgreiche Lösungen für eine Fragestellung - so genannte Challanges - erarbeiten (Plattner, Meinel & Weinberg, 2009). Für die Facharbeit zeigt ein Blick in die Ordnungsmittel technischer Berufe, dass das Beherrschen von Kreativitätstechniken in vielen Ausbildungsberufen inzwischen eingefordert wird - ein elementarer Bestandteil des Design Thinkings. Auch zeigen Schlausch und Schütte schon 2003 auf, dass bei der Entwicklung neuer Produktionsmaschinen Facharbeiter durchaus in multidisziplinären Teams eingebunden sind. Abschließend ist anzumerken, dass FESTO Training and Consulting Deutschland im Seminarkatalog von 2017 die 2-tägige Veranstaltung mit dem Titel "Mit Design Thinking die Berufsausbildung von morgen entdecken" anbietet.

Aus diesen Beobachtungen heraus stellen sich aus Sicht der technikdidaktischen Lehrerbildung die folgenden beiden Fragen: Erstens, wie können Lehrerinnen und Lehrer (LuL) für das Design Thinking ausgebildet werden, damit sie angehende Facharbeiter optimal auf die Methodenanforderungen in technischen Berufen vorbereiten? Und zweitens stellt sich im Hinblick auf die zunehmende Verbreitung des Innovationsansatzes bei Non-Profit-Organisationen die Frage: Ist Design Thinking ein nutzbringender Ansatz für die Schulentwicklung? Von Prof. Dr. Marc Krüger wurde im Rahmen einer Lehrveranstaltung beiden Fragen nachgegangen. Inzwischen sind die folgenden Publikationen hierzu entstanden:

  • Krüger, M. (2019). Design Thinking for German Vocational Schools? Discovering of an Innovative Approach by Testing in Teacher Education. Open Education Studies, 1(1), 209-219 --> zugehöriges Authorinterview finden Sie hier

  • Krüger, M. (2019). Design Thinking für berufsbildende Schulen? Annährung an einen Innovationsansatz über dessen Erprobung in der Lehrerbildung. Journal of Technical Education (JOTED), 7(1), 147-162.

Derzeit ist zu konstatieren, dass seit Beginn des Projektes das Thema auch in der beruflichen Bildung an Bedeutung gewonnen hat. Dies ermutigt uns unsere Forschungsfragen weiter zu verfolgen. Mitarbeit und Kooperationen dürfen gerne angefragt werden.

Zitierte Literatur

Brown, T. (2008). Design Thinking. Harvard Business Review. Link: https://hbr.org/2008/06/design-thinking

FESTO Training and Consulting Deutschland (2017). Seminarkatalog. Link: http://www.festo-didactic.com/download.php?name=Seminarplan%202018_interaktiv.pdf&c_id=1100&file=seminarplan_2018_interaktiv.pdf

Plattner, H., Meinel, C., Weinberg, U. (2009). design THiNK!NG. Innovation lernen - Ideenwelten öffnen. München: mi-Wirtschaftsbuch.

Schlausch, R., Schütte, M. (2003). Zur partizipativen Reorganisation eines Unternehmens des Maschinen- und Anlagenbaus. Zeitschrift für Arbeitswissenschaften, 57 (1).

Schmiedgen, J., Rhinow, H., Köppen, E., Meinel, C. (2015). Parts Without a Whole? The Current State of Design Thinking Practice in Organizations. Technische Berichte des Hasso-Plattner-Instituts für Softwaresystemtechnik an der Universität Potsdam, 97, Potsdam: Universitätsverlag.

Didaktik goes DFC! Entwicklung kollaborativer Lernmethoden mit Digitalen Flipcharts für die berufliche (Lehrer-)Bildung (seit 2019)

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Das Forschungsvorhaben verfolgt als übergeordnetes Ziel die Entwicklung kollaborativer Lernmethoden mit Interaktiven Whiteboards der neuesten Generation - so genannte Digitale Flipcharts, abgekürzt DFC - für den Unterricht an Berufskollegs zu leisten. Ein Einsatzbeispiel ist die Möglichkeit zur Förderung der Lernortkooperation (Berufskollegs - Betriebe - überbetriebliche Ausbildungsstätten) durch den Einsatz von DFC zu erforschen. Hierfür sollen Gestaltungsempfehlungen für Lehrerinnen und Lehrer erarbeitet werden. In einem ersten Schritt findet eine Auseinandersetzung mit DFC in der beruflichen Lehrerbildung statt, u.a. durch die kollaborative Entwicklung von Lernsituationen durch Studierende am DFC. Erste Befunde zeigen, dass sie kollaborative Lernprozesse fördern und hierfür auch Gelingensbedingungen benannt werden können. Diese werden dieses Jahr (2020) auf zwei Konferenzen vorgestellt, eine Verschriftlichung der Ergebnisse steht noch aus.

Von Prof. Dr. Julia Kastrup konnte für das Forschungsvorhaben eine Finanzierung für zehn DFC über das FH Basisprogramm 2018 (Geräteförderung) eingeworben werden, weitere Anträge stehen noch aus. Von der Technikdidaktik aus wird das Projekt von Prof. Dr. Marc Krüger begleitet.

DIGITA(A)L EUREGIO EDUCATION - Digitalisierung in der Bildung (2020-2021)

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Dieses EU-Projekt zielt darauf ab, eine grenzüberschreitende Zusammenarbeit zu initiieren, um den Einsatz von digitalen Medien im Bildungswesen in der Euregio gemeinsam zu bewerten und zu fördern. Wie wichtig die Digitalisierung in der Bildung ist, führt die gegenwärtige Corona-Krise uns allen deutlich vor Augen. Für das Vorhaben verfügt das Konsortium über umfangreiche Erfahrungen zum Umgang mit digitalen Medien in verschiedenen Kontexten und ist in diesem Themenkomplex exzellent vernetzt. Übergeordnetes Ziel ist es dabei, die vielfältigen Expertisen der drei Institutionen zusammenzuführen, bewährte Projekte, Konzepte und Methoden gemeinsam zu sichten und auf ihre Anwendbarkeit in Bezug auf eine - idealerweise - länderübergreifende Lehreraus-, -fort- und weiterbildung hin zu bewerten.

Mit dem Zentrum für Lehrerbildung der Westfälischen Wilhelms-Universität, dem Institut für Berufliche Lehrerbildung der FH Münster und der Saxion Hogeschool Enschede haben sich drei regionale Einrichtungen zur Lehrerbildung zusammengeschlossen, um sich über Praxisbeispiele, evidenzbasierte wissenschaftliche Erkenntnisse sowie aktuelle Forschungsarbeiten auszutauschen. Hierfür bringen die drei Institute ihre Fachkompetenz zur Lehrerbildung und Digitalisierung ein und der Leadpartner, DNL-contact, stellt die Verbindung zu den übrigen Bildungsprojekten in der Euregio her. DNL-contact ist für das deutsche Projektmanagement von "Lernen ohne Grenzen" verantwortlich, einem INTERREG-Projekt an dem mehr als 40 Berufskollegs und alle grenznahen ROC's beteiligt sind, und DNL-contact ist Projektpartner im "Euregionalen Kenniswerkplaats". Mit dieser engen Verzahnung wird gewährleistet, dass in der Praxis Synergieeffekte zwischen den Projekten in der Euregio entstehen werden.

Seitens der Technikdidaktik betreut Prof. Dr. Marc Krüger das Projekt.

EnergyDucation: Exploring "Smart Energy Management" (2018-2020)

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Run Time: 1.10.2018 bis 31.11.2020

Execution Organisation: European Union

Program: Erasmus+

Partner: Zubigune Fundazioa (Spain), Münster School of Vocational Education (Germany), ROC Alfa-colleg (Netherlands), LULEA KOMMUN (Sweden), NTI-MMM AS (Norway)

Contact Person @ IBL: Prof. Dr. Marc Krüger

Objectives

  • Open education an innovative pratices in a digital era
  • Developing VET buisness partnerschips aimed at promoting work-based learning in all its forms
  • Introducting systematic approaches to, and oppertunities for, the initial and continuous professional development of VET teachers

Wandel bewegt 2.0: Digitalisierung & Diversität (2012-2022)

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Das Ziel des Qualitätspakt Lehre - Projekts "Wandel bewegt" ist es die kompetenzorientierte Lehr-/Lernkultur an der FH Münster zu stärken und die Lehrenden bei hochschuldidaktischen Fragestellungen zu beraten und zu unterstützen. Seitens der Technikdidaktik betreut Prof. Dr. Thilo Harth das Projekt als wissenschaftlicher Leiter.


digiLL NRW: Potenziale von Videoannotationen für schulische Lehr-/Lernprozesse (2019-2020)

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Für das Verbundprojekt digitales Lehren und Lernen in der Lehrerbildung (digiLL_NRW) habe wir zwei Online-Lektionen erarbeitet, um die mediendidaktischen und -pädagogischen Kompetenzen der Lehramtsstudierenden, Lehrenden im Vorbereitungsdienst und ausgebildeten LehrerInnen auszubauen. Gegenstand der Online-Lektion sind die didaktisch intendierten Annotationen von Videos, um damit eine kritisch-reflektierte sowie koooperative Auseinandersetzung mit filmischen Darstellungen zu ermöglichen. Die Online-Lektionen umfassen ca. 60 Minuten Selbstlernzeit und sind auf dem digiLL_NRW-Portal als Open Educational Resource (OER) veröffentlicht:

Kontakt @ IBL: Prof. Dr. Marc Krüger

Kommunikative Kompetenzen fördern und fördern lernen: Peerteaching, Microteaching und Videofeedback in der beruflichen Lehrerbildung (2017-2018)

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Screenshot einer Videoannotation mit edubreak Campus (eigene Abbildung)

LehrerInnen (LuL) an berufsbildenden Schulen sind in Bezug auf das kompetente kommunikative Handeln zweifach gefordert: Als erstes müssen sie im Unterrichtsraum kompetent mit SuS kommunizieren. Hierunter fallen das sich selber Vorstellen in einer neuen Klasse, das Halten eines Lehrerreferats, das Klassen- und Fachgespräch sowie auch konfliktgeladene Gespräche. D.h. sie müssen eine Vielzahl von Gesprächsituationen beherrschen, um erfolgreichen Unterricht gestalten zu können. Metastudien zu Erfolgsfaktoren von Unterricht zeigen, dass gerade diese Kompetenz von LuL maßgeblich für eine hohe Qualität der Lehr-/Lernprozesse sorgt (z.B. Hattie, 2013).Als zweites müssen Sie bei SuS die kommunikative Kompetenz als immanenten Bestandteil von Fachkompetenz, Selbstkompetenz und Soziale Kompetenz fördern können (Kultusministerkonferenz, 23.11.2011). Das bedeutet u.a., dass sie SuS kompetente Rückmeldung zu ihren kommunikativen Performancen geben können. Dies bedarf Kenntnisse von kommunikativen Modellen, die zur Analyse der kommunikativen Performancen der SuS dienen und darüber hinaus trangender (Unterrichts-)Konzepte, die qualifizierte Feedbacks für die SuS ermöglichen.

Aufbauend auf den Ansatz des Peer-, Microteaching und Videofeedback wird in diesem Projekt ein Seminarkonzept entwickelt, welches in der beruflichen Lehrerbildung auf die kommunikativen Anforderungen in den berufsbildenden Schulen besonders vorbereitet. Das hierbei erarbeite Seminarkonzept zur Förderung von kommunikativen Kompetenzen der angehenden LuL legt dabei seinen Schwerpunkt auf den verteilten und kooperativen Feedbackprozess der Studierenden untereinander und wurden als didaktisches Pattern für den Transfer in andere (berufliche) Bildungsbereiche vorbereitet. Erste Ergebnisse finden sich auf dem digiLL_NRW-Portal als Open Educational Resource (OER), weitere Veröffentlichungen sind in Vorbereitung:

Kontakt @ IBL: Prof. Dr. Marc Krüger

Zitierte Literatur

Hattie, J. (2013). Lernen sichtbar machen. Hohegrefen: Schneider.

Kulturministerkonferenz (23.11.2011). Handreichung für die Erarbeitung von Rahmenlehrplänen der Kultusministerkonferenz (KMK) für den berufsbezogenen Unterricht in der Berufsschule und ihre Abstimmung mit Ausbildungsordnungen des Bundes für anerkannte Ausbildungsberufe.

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