Chatbots helfen Menschen mit geringer Literalität

Menschen mit geringer Literalität haben es im Alltag schwer. Hilfe verspricht die Chatbot-Technologie, die Wissenschaftler unserer Hochschule im Projekt „ALFA-Bot“ einsetzen. Dieses ist jetzt gestartet.

6,2 Millionen Menschen in Deutschland können nicht ausreichend lesen und schreiben, so die LEO-Studie aus dem Jahr 2018. Betroffenen fällt es schwer, ihren Alltag zu bewältigen und am Arbeitsleben teilzunehmen. Seit Jahren gibt es Bemühungen, die Menschen besser zu fördern – und immer mehr kommen dabei digitale Hilfsmittel zum Einsatz. Jetzt ist an unserer Hochschule ein Projekt gestartet, das sich erstmals mit der Chatbot-Technologie zur Unterstützung von Menschen mit geringer Literalität beschäftigt. „ALFA-Bot“ heißt das Vorhaben, bei dem der Bundesverband Alphabetisierung und Grundbildung Partner ist. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung fördert das Projekt mit 500.000 Euro.

„Chatbots sind künstliche virtuelle Dialogpartner, die heutzutage in erstaunlicher Qualität agieren. Und seit Kurzem lassen sie sich als massentaugliche Plattform realisieren – das kommt uns jetzt zugute, denn wir wollen eine App entwickeln, die auf der Chatbot-Technologie basiert“, erklärt Prof. Dr. Gernot Bauer, Leiter des Labors für Software Engineering. Dieses ist ein Teil des Instituts für Gesellschaft und Digitales (GUD), und dort unterstützen zwei wissenschaftliche Mitarbeiter das Vorhaben: Simon Proost und Robert Memering. „Chatbots bieten mehrere Vorteile für unsere Zielgruppe“, sagt Proost. „Man ist anonym unterwegs, was die Hemmungen in der Kommunikation senkt. Außerdem findet diese Dialogform sehr niedrigschwellig und in leicht verständlicher Sprache statt.“ Die App hat zwei wichtige Funktionen: Sie soll zum einen Unterstützung für das alltägliche Leben und zum anderen konkrete Lehreinheiten bieten.

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