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Zwei Personen am Ufer des Aasee neben dem Lastenrad.

Gut fürs Klima, international und nachhaltig: Marketing-Praxis-Projekt für kolumbianisches Lastenrad „Bogbi“

Ein internationales Team, ein waschechtes Praxisprojekt aus dem Alltag, eine Menge Kreativität und eine spannende Herausforderung: Das alles hat Luisa Rohland, Louisa Wippermann, Marcel Uhe und Hanna Fuhrer überzeugt, sich bei einem semesterübergreifenden Wahlmodul an unserer Münster School of Business (MSB) anzumelden. Die Aufgabe lautete: Wie bringen wir das kolumbianische Lastenrad „Bogbi“ auf den deutschen Markt?

Gut fürs Klima, international und nachhaltig: Marketing-Praxis-Projekt für kolumbianisches Lastenrad „Bogbi“

Ein internationales Team, ein waschechtes Praxisprojekt aus dem Alltag, eine Menge Kreativität und eine spannende Herausforderung: Das alles hat Luisa Rohland, Louisa Wippermann, Marcel Uhe und Hanna Fuhrer überzeugt, sich bei einem semesterübergreifenden Wahlmodul an unserer Münster School of Business (MSB) anzumelden. Die Aufgabe lautete: Wie bringen wir das kolumbianische Lastenrad „Bogbi“ auf den deutschen Markt?

„Wir studieren den Master ‚International Marketing and Sales‘ und kommen fast alle aus unterschiedlichen Semestern, fanden es aber toll, bei einem richtigen Praxisprojekt mitzuarbeiten. Wir können die Theorie aus dem Studium direkt umsetzen und unsere eigenen Ideen einbringen“, erzählt Erstsemesterstudentin Louisa. Das studentische Team arbeitet seit Anfang des Semesters für „Bogbi“. Sigurd Kihl und Eduardo Moreno haben das handgefertigte Lastenrad in Kolumbien entwickelt, wo es auch weiterhin produziert wird. Ziel der beiden war es, ein modernes Rad für die ganze Familie zu schaffen, das von heimischen Ingenieur*innen und Handwerker*innen gefertigt wird.

Unterwegs mit dem Lastenrad: klimagerecht und mit viel Bewegung an der frischen Luft. (Foto: Bogbi)
Unterwegs mit dem Lastenrad: klimagerecht und mit viel Bewegung an der frischen Luft. (Foto: Bogbi)

„Unser Vorgängerkurs aus dem letzten Semester hatte mit Bogbi schon deren Website ins Deutsche übersetzt. Unsere Aufgaben sind nun die Homepage weiter mit Inhalten zu füttern, die Social-Media-Kanäle zu bespielen, bezahlte Werbung zu schalten und das kontinuierliche Monitoring zu machen“, erklärt Luisa. Dr. André Perusso vom Science-to-Business Marketing Research Centre und Dr. Alexander Lennart Schmidt von der MSB begleiten das Projekt. Mit ihnen und dem Bogbi-Team gibt es jede Woche einen Jour-Fix. „Die ersten Postings haben wir immer vor Veröffentlichung mit den Chefs abgestimmt. Als das Bogbi-Team aber gemerkt hat, dass es gut läuft, haben wir mehr Freiheit bekommen und mussten uns nicht jedes Mal das ok einholen“, freut sich das FH-Team.

Zwei Lastenräder
Das kolumbianische Lastenrad gibt es in zwei Varianten: elektrobetrieben und per Muskelkraft. (Foto: Bogbi)

Nach dem Motto ‚learning by doing’ haben die Studierenden sich selbst aufs Lastenrad gesetzt und in die Pedale getreten. „Hier in Münster steht ein Prototyp, den wir natürlich sofort getestet haben. Schließlich muss man ja wissen, was man verkaufen will“, ergänzt Marcel. Fazit der Testfahrt: Das Lastenrad fährt gut und ist super praktisch. „Ich habe vorher nie auf Lastenräder geachtet. Aber durch das Projekt haben wir gemerkt, wie praktisch sie sind und gestaunt, dass man sogar Kinder damit befördern kann – und zwar sicher. Da benutzt man das Fahrrad als richtigen Auto-Ersatz“, berichtet Hanna.

Ausprobieren konnte sich das studentische Team auch in Sachen Nachhaltigkeit und Social Entrepreneurship, denn Bogbi unterstützt junge Ingenieur*innen und benachteiligte junge Menschen in Kolumbien bei ihrer Ausbildung und setzt sich für klimagerechte Mobilität ein. „Interessant für uns ist der Ansatz, dass Bogbi 12 Monate lang gefahren werden kann und sogar mit Winterreifen ausgestattet ist. Und in Sachen Zielgruppenanalyse konnten wir sowohl Familien als auch Unternehmen einbeziehen, was die Bandbreite an Themen fürs digitale Marketing erhöht hat“, erzählt Louisa.

Marcel Uhe und Louisa Wippermann haben Bogbi getestet. Bei diesem Modell handelt es sich um den drei Jahre alten Prototyp, der sich mittlerweile schon weiterentwickelt hat. (Foto: privat)
Marcel Uhe und Louisa Wippermann haben Bogbi getestet. Bei diesem Modell handelt es sich um den drei Jahre alten Prototyp, der sich mittlerweile schon weiterentwickelt hat. (Foto: privat)

Wann Bogbi tatsächlich in Deutschland auf den Markt kommt? „Das hängt von der Verfügbarkeit der Materialien ab, die für die Produktion gebraucht werden. Wegen der Corona-Pandemie hat sich die Lage etwas verkompliziert. Es wird aber in diesem Jahr einen Vorverkauf in Berlin geben. Wir sind sehr gespannt, was unsere Marketingaktivitäten dann gebracht haben – sofern man das nachhalten kann“, ergänzt Louisa.

Was die Masterstudierenden aber jetzt schon als sehr wertvoll empfinden: der interkulturelle und internationale Austausch und das entgegengebrachte Vertrauen. Ob sie sich selber mal ein Lastenrad zulegen wollen? „Das können wir uns gut vorstellen. Es sieht gut aus und da passt ja sogar ein Weihnachtsbaum rein“, sagt Marcel und alle nicken begeistert.

Von Rena Ronge


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