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Münster (3. März 2021). Als erster Architekturfachbereich in ganz Deutschland hat die Münster School of Architecture (MSA) der FH Münster das UIA/UNESCO Qualitätssiegel erhalten. Damit werden die Bachelor- und Master-Abschlüsse der Absolvent*innen weltweit anerkannt - in jenen Ländern, die der Union Internationale des Architectes (UIA) angehören. "Und das sind fast alle", sagt Prof. Martin Ebert, Prodekan der MSA. "Unsere Absolvent*innen können zukünftig also sehr viel einfacher in Ländern außerhalb Europas arbeiten."

Bislang ging das meist nur über ein aufwendiges Anerkennungsverfahren des Abschlusses aus Münster. Den Prozess zur EU-Zertifizierung hatte die MSA schon vor Jahren erfolgreich durchlaufen. Das jetzige UIA-Verfahren ist im April 2017 gestartet - mit tatkräftiger Unterstützung des damaligen studentischen Prodekans Till Bäumer-Kern. "Wir haben eine Liste mit elf Kriterien bekommen, die wir durcharbeiten mussten." Besonderes Augenmerk legte die UIA auf die Gewichtung einzelner Fächer und Themen. Dabei ging es insbesondere auch um die Frage, ob die theoretisch vermittelten Grundlagen auch in den praktischen Projekten der Studierenden erkenntlich sind. Alle in englischer Sprache verfassten Modulhandbücher und Studienprogramme wurden aktualisiert, und das Team dokumentierte, wie genau Lehre in einzelnen Seminaren stattfindet. Entstanden ist eine riesige Datenbank für jeden einzelnen Kurs. "Das ist ganz maßgeblich Tills Verdienst", lobt Ebert den Einsatz.

Bei einer dreitägigen Begehung machte sich eine Kommission von UIA-Mitgliedern im April 2019 ein detailliertes Bild von der Lehre und der Forschung an der MSA. Auf dem Programm stand das Kennenlernen der Professor*innen und der Mitarbeiter*innen sowie Interviews mit den Studierenden. "Danach haben wir wichtige Hinweise bekommen, sozusagen Hausaufgaben, die wir bearbeiten mussten", sagt Bäumer-Kern. Und die hat der Fachbereich sehr gewissenhaft gemacht, wovon sich die UIA bei einer zweiten Begehung im November 2020 - dann wegen Corona komplett online - überzeugte. "Das hat uns alle vor Herausforderungen gestellt", erinnert sich Ebert. Denn die fünfköpfige Kommission bestand aus professoralen Mitgliedern aus Malaysia, Großbritannien und den USA. "Wir mussten Zeitzonen von insgesamt 13 Stunden überbrücken."

Besonders positiv bewertete die Kommission die interdisziplinäre Zusammenarbeit der MSA mit anderen Professionen, zum Beispiel mit dem Gesundheitswesen. Hierzu gab es etwa ein Projekt zum Bau einer Palliativstation für das Herz-Jesu-Krankenhaus in Münster. Außerdem lobte die UIA die Tatsache, dass es das Amt der studentischen Prodekan*innen gibt - damit ist die MSA einer von wenigen Architekturfachbereichen in Deutschland - und die praxisnahe Lehre. "Wir arbeiten ständig an unserer Lehre und entwickeln diese weiter, ganz getreu dem Motto 'MSA im Wandel'", erklärt Ebert.

Jetzt gab es grünes Licht: Im Januar bekam die MSA das UIA/UNESCO-Qualitätssiegel für fünf Jahre. Danach muss der Fachbereich den Zertifizierungsprozess erneut anstoßen. Schon um 2000 war die MSA Vorreiter unter den Architekturfachbereichen in Deutschland: Die MSA stellte als erstes vom Diplom auf Bachelor- und Master-Studiengänge um.

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